Zwei Dutzend gute Gründe selbst Bier zu brauen  
 
"Wenn Du einen Freund hast, dann gib ihm ein Bier aus. Wenn Du ihn wirklich liebst, dann lehre ihn brauen."
1.
Probieren Sie es! Bierbrauen macht einfach Spaß! Bier ist ein fröhliches Getränk. Brauen ist Ausdruck von Lebensfreude und Optimismus. Immer ist die Vorstellung von Bier mit Kraft und Aktivität verbunden. So ist es auch mit dem Brauen.
2.
Bierbrauen bringt innere Ruhe und Bestätigung. Brauen verträgt keine Hektik. Wer braut wird ruhig. Genießen Sie das Rühren der Maische, das Blubbern der kochenden Würze, den anregenden Duft des Hopfens, den Geruch jungen Bieres. Brauen verlangt Konzentration und führt damit zum Abschalten vom Alltagsstress, zur Erholung. Bier ist nicht nur gut für den Durst, es stellt auch ein hervorragendes Trennmittel von den Mühen des Tages dar. Brauen bietet eine schöne Gelegenheit, sich in Ruhe zurückzuziehen, allein oder mit Freunden. Wer einmal in der Woche in geselliger Runde Bier trinkt (oder braut), braucht keinen Psychiater, heißt es.
3.
Biergenuss ist mit Geselligkeit verbunden. Gerade zum selbstgebrauten Bier werden gerne Freunde kommen, sie werden mit Ihnen fachsimpeln und etliche von ihnen werden selbst einen Brauversuch starten wollen. Brauen braucht seine Zeit, und diese Zeit eignet sich gut zum Diskutieren im Freundeskreis. Als Haus- oder Heimbrauer wird man Gleichgesinnte in aller Welt finden, und, wie wir aus eigener Erfahrung wissen, aus diesen Verbindungen werden Freundschaften entstehen. Brauen ist ein Hobby auch für Gruppen, für Freunde, für Teams, für Vereine oder auch für Stammtische. In einem kleinen Team braut es sich gut, und dieses Team muss keineswegs nur aus Männern bestehen. Bis zu den Anfängen der industriellen Bierherstellung war das Brauen Frauensache, und die Frau, die ein gutes Bier braute, war hoch geachtet.
4.
Wer Spaß an handwerklichem Tun hat, findet beim Brauen eine anspruchsvolle Betätigung. Das Hantieren mit den Naturstoffen, das Wägen und Messen, das Probieren, das Um- und Abfüllen, das Einstellen und Regeln, das Probieren, das Gestalten von Etiketten, der Umgang mit einer schönen BRAXONIA erfordert Geschick und zeigt die Ergebnisse der Hände Arbeit. Wer gern eigene Ideen verwirklicht, dem bietet das Brauen einen riesigen Spielraum.
5.
Bierbrauen ist spannend. So zwei Wochen dauert es mindestens, bis aus der dicken, heißen Maische ein schönes, kühles Bier geworden ist. Das Warten auf den ersten Schluck ist schwer. Aber erst der wird erweisen, ob das erreicht wurde, was das Rezept als Ziel gestellt hat, wie der Geschmack ist, ob man die winzigen biologischen Mitarbeiter gut motivieren konnte, ob man als Heimbrauer wieder einen Schritt weitergekommen ist.
6.
Brauen ist ein Hobby mit sichtbarem, brauchbarem Ergebnis. Wenn das Bier schmeckt, fühlt der Brauer sich bestätigt, und er versucht, weiter zu gehen, schmeckt es weniger gut, hat er ein neues Ziel. Wer braut, bleibt in Bewegung. Brauen schärft die Sinne und Bier wird dem Brauer nicht mehr gleich Bier sein. Nase, Gaumen und Augen werden trainiert und geschult, wenn Sie selbst brauen. Sie werden erkennen, dass das Bier dem Wein in nichts nachstehen muss. Wer gerne braut, wird bald danach streben, das Beste aller Biere zu brauen. Wie weit er sich diesem Ziel genähert hat, zeigt ihm der Wettbewerb mit anderen Heimbrauern. Ein vorderer Platz auf einem der internationalen Contests gehört zu den erträumten Sternstunden des fortgeschrittenen Hobbybrauers. Brauen an sich ist einfach, das beste Bier zu brauen, erfordert vieles zu lernen. Der geistige Anspruch an den Brauer, der hohe Qualität herstellen will, ist nicht gering, aber wer lange lernt, lernt zwar nie aus, aber er bleibt geistig beweglich und lange jung.
7.
Bier ist nicht nur biologisch, sondern auch historisch ein höchst interessanter Stoff. Die lange Geschichte des Bieres ist voller Abenteuer, Anekdoten und Stories. Oft ist die interessante lokale Biergeschichte noch nicht erforscht. Biergeschichte ist Kulturgeschichte - ein großes Gebiet, um zu mehr Wissen, Erkenntnis und Verständnis zu gelangen. Solche Tätigkeit erhält die geistige Beweglichkeit.
8.
Bierbrauen ist ein Hobby ohne Ende, eine endlose Geschichte. Allein in Deutschland werden aus den vier Grundstoffen des Reinheitsgebots über 4000 Biere gebraut. Wer es auch mal wagen sollte, vom Reinheitsgebot abzuweichen, um nationale Besonderheiten oder historische Biere zu brauen, der wird sich wundern können, wie gut auch solches Bier schmecken kann.
9.
Das Heimbrauen entwickelt sich, es sind nationale und internationale Vereinigungen entstanden, die Zeitschriften herausgeben und Information verbreiten, die Treffen und Schulungen veranstalten, die das Heimbrauen weitertragen, die Wettbewerbe und Kongresse durchführen oder die einfach Gleichgesinnte zu einem Plausch zusammenführen, bei dem es dann (fast) nur um Bier geht. Die American Homebrewers Association AHA hat über 25.000 Mitglieder, der VHD, der Verein der Haus- und Hobbybrauer Deutschlands ist noch nicht soweit, aber er wächst, wie andere auch. In Schweden und in den Niederlanden gibt es eine starke Heimbrauer-Bewegung, in Australien und Neuseeland wird sehr viel selbst gebraut.
10.
Die Heimbrauer sind im Internet und in den Online-Diensten zahlreich vertreten. Wer Spaß daran hat, wird sich per E-Mail an den vielen internationalen Homebrew-Foren beteiligen, auf Fragen wird er Antworten und Tipps aus aller Welt bekommen. Bald wird er selbst Nachrichten versenden, an Diskussionsrunden teilnehmen, Rezepte online verbreiten oder Tipps an Schwarze Online-Bretter heften. Ein internationales Hobby öffnet den Blick weit über den eigenen Bierfilz hinaus.
11.
Brauen ist ein rein biologischer, ein völlig natürlicher Prozess. Die Technik bietet der Biologie nur optimale Entwicklungsbedingungen und durch die Einstellung von Parametern werden Lebensprozesse in der gewünschte Richtung verstärkt. Wer braut, geht mit Leben um, und er wird erkennen, dass Lebensprozesse zwar beeinflussbar, aber nicht beherrschbar sind. Jeder Sud wird ein wenig anders, auch wenn die technischen Regler noch so perfekt sind. Brauen heißt, Lebensprozesse begreifen.
12.
Brauen braucht auch Technik. Die BRAXONIA ist eine kleine, aber recht komplexe Anlage, schon eine kleine Fabrik. Sie müssen von ihrem Inneren nichts Wissen und werden mit Spaß gutes Bier brauen. Wem aber als Kind die kleine Dampfmaschine ein liebes Spielzeug war, oder wer heute noch eine Dampflok bewundern kann, der wird auch die Technik kennen lernen wollen, die in der BRAXONIA steckt, und diese wird dem Erwachsenen ein so schönes Spielzeug werden, wie einst dem Kind die Dampfmaschine.
13.
Beim Brauen kann der Computer dem helfen, der dies will. Wer gern mit dem Computer arbeitet, dem öffnet sich durch die Verbindung des Rechners mit einer BRAXONIA ein Feld voller neuer Anwendungen für die Kraft des Computers. Das geht vom Sammeln von Rezepten, die im Computer zu Handlungsanleitungen werden können, über die möglichen Eingriffe in die Steuerung des Brauprozesses und über die Online-Diskussionen weltweit mit anderen Heimbrauern bis hin zur Gestaltung von Etiketten, kleinen eigenen Prospekten oder bis zum Druck von Einladungen zur geselligen Runde, um den letzten Sud zu verkosten. Softwarefreaks unter den Brauern haben mit der BRAXONIA eine komplexe technische Einrichtung, an der sie ihre Künste real erproben können. Messen, Steuern und Regeln an einer "lebendigen", reagierenden Anlage sind ein Anreiz, die besten Programme zu schreiben, anzuwenden und auszutauschen.
14.
Wer braut hat eine Sorge weniger: er wird sich nicht mehr über ein passendes Geschenk den Kopf zermartern müssen. Ein Selbstgebrautes mit dem speziellen Etikett für Empfänger und Anlass wird immer passend sein, sei es zum Geburtstag, zur Hochzeit, zur Taufe, zum Jubiläum. Die Versöhnung nach einem Fehler kann er mit der Überreichung eines Sündenbocks einleiten. Zum Geburtstag eines politischen Freundes kann er je nach politischer Couleur ein rotes Bier oder ein Schwarzbier brauen, vielleicht sogar ein grünes. Die Verschiedenheit der Biere wird sich im Anlass begründen lassen, und ein spezielles Bier wird, wie der Brauer, immer willkommen sein.
15.
Dem Brauer geht auch nicht der Gesprächsstoff aus. Über Bier wird gern geredet. Und wer nicht nur mit den Heldentaten der letzten Trinkerfestspiele prahlt, mit dem wird jeder Heimbrauer aufs Schönste fachsimpeln können. Der Heimbrauer hat ein Hobby besonderer Art. Wenn er es wünscht, kann er damit hervortreten, wenn nicht, kann er sich still darüber freuen.
16.
Bier ist gesund. Wer braut, wird die gesundheitsunterstützenden Wirkungen des Bieres kennen- und schätzen lernen. Bier enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Bier macht nicht dick. Leider macht Bier Appetit, der dann ... usw. Mit Bier zu kochen, öffnet ein weites Feld kulinarischer Möglichkeiten, und wer zu Experimenten neigt, kann auch mal Treber vom Brauvorgang beim Backen nutzen oder versuchen, mit der Hefe die Frühstücksbrötchen anzusetzen.
17.
Schmuck ist schön, und wer eine BRAXONIA hat, hat ein weiteres Schmuckstück im Hause, das er mit Stolz und Freude betrachten und gerne vorzeigen wird.
18.
Wer sich mit Bier befasst und zudem noch Sammler ist, dem öffnen sich ganz neue Gebiete der Betätigung: Historische Flaschen, Etiketten, Brauereiwerbung auf Emaille, schöne Gläser, Humpen, Bierrezepte, Bierdeckel ... Des Sammelns muss kein Ende sein. Es soll sogar Sonderlinge geben, die sammeln die Hefestämme der Biere, die sie tranken.
19.
Wer braut, spart Steuern. Der Staat wird die keinem Heimbrauer ganz erlassen (Warum eigentlich nicht?), aber immerhin sind 200 Liter als Haustrunk frei, und das pro "Mitarbeiter" ihrer Heimbrauerei.
20.
Brauen ist ein Hobby für Männer, für Frauen und Männer und besonders für Frauen. Der Kaffeeklatsch soll aus dem Erfahrungsaustausch erfolgreicher Brauerinnen hervorgegangen sein. Der erste Bierklatsch, der Stammtisch der Brauerinnen, ist noch zu gründen. Brauen ist ein Hobby für Frauen und Männer von der gereiften Jugend bis ins aktive Alter.
21.
Nicht nur der einzelne Heimbrauer wird Freude am Brauen haben. Ganze Stammtische können gemeinsam ihre eigene Brauerei betreiben und reihum wird der "Braumeister" ausgewählt, der für den nächsten Sud zuständig ist. Kaum ein Bier wird intensiver und mit soviel Spaß und Kommentaren verkostet werden wie dies Selbstgebraute.
22.
Gaststätten, die ihren Gästen etwas Besonderes bieten wollen, können über eine eigene Kleinstbrauerei nachdenken. Hotels können in der Vor- und Nachsaison Gästen Braukurse anbieten, wie es heute schon viele Volkshochschulen tun. Brauläden werden die schönen BRAXONIA-Anlagen aufstellen und vermieten. Neue Geschäftsfelder öffnen sich mit dem Heimbrauen.
23.
Irgendwann ist jedes aktive Berufsleben zu Ende. Das plötzliche Nachlassen der Anspannung, das Aufhören vieler Verbindungen, vielleicht sogar eine einsetzende geistige Leere lassen viele einst höchst aktive Menschen nach einigen Wochen der Erholung nach einem Ausgleich suchen. Brauen kann die Lücke füllen. Brauen ist ein ideales Hobby für die ÜFüs, die Über-Fünfzigjährigen und für die Limbos, wie die Amerikaner jene nennen, die nach einem erfolgreichen Berufsleben noch eine lange und schöne Phase der Aktivität vor sich haben. Und wer heute als vielbeschäftigter Manager noch keine Zeit zum Brauen hat, könnte ja seiner Frau (schon) eine BRAXONIA schenken.
24.
Zusammenfassung: Wer selber braut, hat mehr vom Leben.

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